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Iberdrola-Ladesäule auf einem Gehweg in Málaga, Spanien, mit angeschlossenem Elektroauto

Photo: Daniel Capilla (CC BY-SA 4.0)

Reise

Mit dem Elektroauto durch Spanien: Laden, Bezahlen und Preise

1. Oktober 2026

Von Hugo Beignon, Gründer von ma-borne-electrique.com

Stecker, Bezahlen ohne spanischen Vertrag, Preise beim Schnellladen und Umweltzonen-Regeln für ausländische Kennzeichen: der praktische Leitfaden zum Laden in Spanien.

Spanien zählte Ende Juni 2026 laut dem Barometer des Herstellerverbands ANFAC 56.682 öffentliche Ladepunkte in Betrieb. Das Netz ist weniger dicht als in Nordeuropa, dafür ist das Laden oft günstiger. Wichtig zu wissen: Fast ein Viertel der installierten Ladepunkte wartet noch auf den Netzanschluss, deshalb lohnt es sich, den Status einer Säule vorher zu prüfen.

Ihr Stecker passt bereits

Spanien folgt dem europäischen Standard: Typ-2-Stecker für Wechselstrom und CCS2-Combo-Stecker für das Schnellladen mit Gleichstrom. Ladesäulen in der Stadt, etwa die der großen Stromversorger am Straßenrand, bieten oft nur eine Buchse: Nehmen Sie Ihr eigenes Typ-2-Kabel mit.

Bezahlen ohne spanischen Vertrag

Die EU-Verordnung AFIR gilt auch in Spanien: Seit April 2024 muss jeder neue Schnelllader ab 50 kW Bankkarten akzeptieren, und bestehende Schnelllader an den europäischen Hauptachsen müssen bis zum 1. Januar 2027 nachgerüstet werden. An älteren Säulen und vielen Stadtladern läuft die Zahlung über QR-Code oder die App des Betreibers. Auch eine Ladekarte aus Ihrem Heimatland kann per Roaming funktionieren: Prüfen Sie vor der Abreise die Abdeckung in Spanien.

Was das Laden in Spanien kostet

Ohne Abo kostet Schnellladen 2026 bei großen Netzen wie Iberdrola oder Zunder in der Regel 0,45 bis 0,55 Euro pro kWh, an manchen Ultraschnellladern bis etwa 0,70 Euro. Bei 0,50 Euro pro kWh kostet ein Kompaktwagen mit rund 16 kWh pro 100 km etwa 8 Euro pro 100 km. Die Preise unterscheiden sich je nach Betreiber: Prüfen Sie den angezeigten Preis vor dem Einstecken.

Umweltzonen: Sonderfall ausländisches Kennzeichen

Die großen spanischen Städte haben Umweltzonen (ZBE). Spanische Elektroautos fahren dank des CERO-Labels der Verkehrsbehörde DGT frei hinein, doch dieses Label wird nur an in Spanien zugelassene Fahrzeuge vergeben. Für ausländische Kennzeichen legt jede Stadt eigene Regeln fest: Madrid und Barcelona verlangen eine vorherige Eintragung in ihr Register für ausländische Fahrzeuge, mit dem Fahrzeugschein und möglichst einige Tage im Voraus. Prüfen Sie vor der Fahrt in eine Großstadt die Website der Stadt oder, für Barcelona, die der Área Metropolitana.

Ladesäulen entlang der Route finden

Die Karte von ma-borne-electrique.com zeigt Ladesäulen in Spanien, und das Verzeichnis nach autonomer Gemeinschaft nennt die Zahl der Stationen, den Schnellladeanteil und die am besten versorgten Städte. Die Daten stammen von Open Charge Map, einer gemeinschaftlichen Datenbank, die lückenhaft sein kann: Prüfen Sie in Spanien besonders sorgfältig in einer Routenplaner-App, ob eine Säule in Betrieb ist, bevor Sie einen Umweg fahren.

Checkliste vor der Abreise

Häufig gestellte Fragen

Kann man an spanischen Ladesäulen mit Bankkarte bezahlen?

An neueren Schnellladern ja: Seit April 2024 müssen neue Ladepunkte ab 50 kW Karten akzeptieren, und Schnelllader an den europäischen Hauptachsen müssen bis zum 1. Januar 2027 nachgerüstet werden. An Stadtladern brauchen Sie oft einen QR-Code oder eine App.

Was kostet Schnellladen in Spanien?

Ohne Abo 2026 bei großen Netzen in der Regel 0,45 bis 0,55 Euro pro kWh, an manchen Ultraschnellladern bis etwa 0,70 Euro. Für einen Kompaktwagen sind das bei 0,50 Euro pro kWh etwa 8 Euro pro 100 km.

Darf ein ausländisches Elektroauto in spanische Umweltzonen fahren?

Ja, aber das CERO-Label der DGT gibt es nur für spanische Fahrzeuge. Madrid und Barcelona verlangen eine vorherige Eintragung in ihr Register für ausländische Fahrzeuge. Prüfen Sie die Regel jeder Stadt vor der Einfahrt.

Wie viele öffentliche Ladepunkte gibt es in Spanien?

56.682 öffentliche Ladepunkte in Betrieb Ende Juni 2026 laut ANFAC, dazu fast 18.000 installierte, aber noch nicht angeschlossene Ladepunkte.

Möchten Sie eine Ladestation in Ihrer Nähe finden? Werfen Sie einen Blick auf die Ladekarte, um Ihre nächste Fahrt zu planen.

Hugo Beignon

Hugo Beignon

Gründer von ma-borne-electrique.com

Tagsüber App-Entwickler, abends immer auf dem Laufenden, was sich bei E-Ladestationen tut. Ich spüre die besten Ladestationen auf und teile Tipps für entspanntes Elektrofahren.