
Photo: Alexander Migl (CC BY-SA 4.0)
Mythen
Elektroautos: 6 hartnäckige Mythen im Faktencheck
31. August 2026
Von Hugo Beignon, Gründer von ma-borne-electrique.com
Zu wenige Ladestationen, empfindliche Batterien, Laden so teuer wie Tanken: Wir trennen 2026 Fakten von Fiktion für Frankreich.
Elektroautos schleppen in Frankreich immer noch einige Missverständnisse mit sich herum, manche veraltet, andere nur teilweise wahr. Hier sind sechs gängige Behauptungen, überprüft anhand der 2026 verfügbaren Fakten.
Mythos 1: Es gibt nicht genug Ladestationen in Frankreich
Das stimmte vor einigen Jahren noch, heute deutlich weniger. Frankreich überschritt zum 31. Juli 2026 die Marke von 200.000 öffentlichen Ladepunkten auf rund 55.600 Stationen, bereits die Hälfte des Ziels für 2030.
Mythos 2: Laden kostet etwa so viel wie Tanken
Nicht, wenn man vorwiegend zu Hause lädt. Mit einem Nebenzeittarif von 0,1589 Euro pro kWh seit August 2026 bleiben die Kosten pro Kilometer deutlich unter denen von Benzin oder Diesel. Vor allem Schnellladen unterwegs verringert diesen Abstand.
Mythos 3: Die Batterie verschleißt schnell und ist teuer im Austausch
Hersteller gewähren üblicherweise Garantien von rund 8 Jahren oder 160.000 km, und unter normaler Nutzung behalten Batterien den Großteil ihrer Kapazität auch deutlich darüber hinaus. Ein vorzeitiger Austausch bleibt die Ausnahme, nicht die Regel.
Mythos 4: Die Reichweite bricht im Winter ein und macht das Auto unbrauchbar
Kälte verringert tatsächlich die Reichweite, durch Batteriechemie, Innenraumheizung und Reifenwiderstand, macht das Auto aber nicht unbrauchbar. Gute Vorkonditionierung und Routenplanung gleichen einen Großteil davon aus, ein Thema, das wir in unserem eigenen Artikel zur Winterreichweite ausführlicher behandeln.
Mythos 5: Elektroautos brennen häufiger
Verfügbare Daten und Versicherungsstudien zeigen in der Regel keine höhere Brandhäufigkeit bei Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern. Allerdings kann ein Batteriebrand anders verlaufen und schwerer zu löschen sein, was teilweise erklärt, warum sich dieser Mythos hält.
Mythos 6: In der Eigentumswohnung kann man zu Hause nicht laden
Das 'droit à la prise' erlaubt es jedem Miteigentümer oder Mieter, auf eigene Kosten eine Ladestation auf seinem Stellplatz zu installieren, ohne dass die Eigentümerversammlung zustimmen muss. Den gesamten Ablauf erklären wir in unserem Leitfaden zum Recht auf eine Ladestation in Eigentümergemeinschaften.
Häufig gestellte Fragen
Stimmt es, dass es in Frankreich nicht genug Ladestationen gibt?
Nein, das stimmte vor einigen Jahren, aber Frankreich überschritt im Juli 2026 die Marke von 200.000 öffentlichen Ladepunkten.
Kostet Laden genauso viel wie Tanken?
Nein, nicht wenn man vorwiegend zu Hause lädt: Mit einem Nebenzeittarif von 0,1589 Euro pro kWh bleiben die Kosten pro Kilometer deutlich unter denen von Kraftstoff.
Verschleißt die Batterie eines Elektroautos schnell?
Nein, Hersteller gewähren üblicherweise Garantien von rund 8 Jahren oder 160.000 km, und die Batterien behalten auch danach noch den Großteil ihrer Kapazität.
Brennen Elektroautos häufiger als Verbrenner?
Verfügbare Daten und Versicherungsstudien zeigen in der Regel keine höhere Brandhäufigkeit, auch wenn ein Batteriebrand anders verlaufen und schwerer zu löschen sein kann.
Möchten Sie eine Ladestation in Ihrer Nähe finden? Werfen Sie einen Blick auf die Ladekarte, um Ihre nächste Fahrt zu planen.

